GEMA will Geld für Kinderlieder kassieren

Veröffentlicht am:   4. November 2010

Als mich heute Morgen mein Radiowecker mit einer Meldung schockierte, da traute ich erst mal meinen Ohren nicht. Auch Kinder müssen während einer Veranstaltung, beispielsweise bei einem Martinsumzug, für die Kinderlieder Gebühren, oder wie man das sonst nennt, bezahlen.

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Den meisten von Euch wird der Martinsumzug bekannt sein. Kindergärten orgenisieren einen Martinsumzug, bei dem Kinder mit schönen Laternen durch die Strassen ziehen und nette Lieder singen. Ich persönlich finde das sehr schön.

Nun kam heute Morgen eine Meldung in Antenne Bayern, die GEMA, Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, möchte für diese Lieder Geld kassieren. Es ist eine öffentliche Veranstalung, und demzufolge ist es kostenpflichtig.

Wer dies nun strinrunzelnd und ungläubig liest, der kann den Artikel auf www.antenne.de selbst lesen.

Auch wenn es laut Gesetz rechtens sein sollte, so denke ich nicht, dass die GEMA wegen diesen Kinderliedern finanzielle Einbußen hat. Im Gegenteil. Wenn diese Kinderlieder Freude bereiten, dann könnte es ja verkaufsfördernd sein.

Viele Kindergärten in Bayern lassen deswegen den Martinsumzug saussen und verzichten auf den schönen Brauch.

Bei Kommentaren bitte immer freundlich bleiben.

Verfasst von: Internet Blog

13 Gedanken zu „GEMA will Geld für Kinderlieder kassieren

  1. karl

    Warum wird gegen diese Geldgeilheit von höherer Stelle nichts unternommen!?
    Die Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft!
    Die Musik und so Bräuche wie z.B. der Martinszug sind doch wichtig für die moralische Entwicklung unserer Kinder….da muß man sie doch nicht abzocken!
    WO IST DIE MORAL IN UNSEREM LAND ?
    Das Abkassiern ist doch keine Tugend, die wir unseren Kindern beibringen sollten, oder?

  2. Steffen

    Das klingt fürchterlich. Aber Lieder wie „Ich gehe mit meiner Laterne“ oder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ sind Domain Public, also frei, und dafür sind keine Gemazahlungen nötig.
    Kann man bei der GEMA nachschauen.
    Klar, werden irgendwelche neuen Lieder gesungen sieht das alles ganz anders aus.

  3. Ludwig

    @Steffen – Welche Kinderlieder kostenpflichtig sind und welche kostenlos, kann ich ncht sagen. Soweit sollte dieser Artikel auch nicht gehen. Aber im großen und ganzen finde ich sehr unmoralisch.

  4. huge-soft

    Jeder will leben, so auch die Musiker. Ob allerdings z.B. Beethofen noch was von den erhobenen Gebühren hat ist dahingestellt. Möglicherweise räkeln sich ja einige Plattenbosse in den so erwirtschafteten Euros auf Ibizza …

  5. tobi wehling

    …auch wir haben kürzlich einen Nachmittag für Kinder veranstaltet
    Der Dank dafür war eine Rechnung der Gema über knapp 270Euro…
    …es ist fraglich ob es solch eine Veranstaltung noch einmal geben wird…
    Die Leidtragenden sind jedoch die Kinder,doch das ist ja unseren Politikern egal,da die Kinder noch nicht wahlberechtigt sind….stecken wir das geld lieber unseren Bankmanagern in den Rachen…

  6. Chris Auwehhhh

    soweit ich weiß, sind liedstücke deren verfasser länger wie 70 jahre tot sind GEMA – frei, und die Martinsumzüge gibt es ja wohl schon länger wie 70 jahre und die verfasser der lieder werden wohl auch schon was länger tot sein. ich kann in diesem fall nur den kopf schütteln! „Armes Deutschland“

  7. Chris Auwehhhh

    Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

    : 08.11.10

    Traditionelles Liedgut wie St. Martins- oder auch Weihnachtslieder sind in der Regel urheberrechtlich nicht mehr geschützt. Das heißt für Veranstaltungen rund um Laternenzüge oder Weihnachtsfeiern, dass in diesen Fällen keine Lizenzen für die öffentliche Aufführung der Lieder erworben werden müssen. Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod der Komponisten, Textdichter oder Bearbeiter.

    Werke jüngerer Urheber, die ihre Rechte an eine Verwertungsgesellschaft übertragen haben, sind hingegen geschützt und dürfen nur mit Lizenz öffentlich aufgeführt werden. Die Anmeldung erfolgt über die örtliche GEMA-Bezirksdirektion. „In dieser Frage sorgen oft sachlich falsche oder polemische Darstellungen für Verunsicherung“, erläutert GEMA-Vorstand Georg Oeller, „daher ist es wichtig, dass die Veranstalter sich vorab genau informieren, ob die aufgeführten Werke urheberrechtlich geschützt sind.“

    Enthält das vorhandene Notenmaterial keine Angabe zu Urheberrecht oder Alter der Werke, so kann der Veranstalter mit dem Online-Service der GEMA unter http://www.gema.de/musikrecherche/ diese Frage klären. Außerdem helfen die Mitarbeiter der GEMA Bezirksdirektionen vor Ort gerne bei der Recherche.

    Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

  8. Pingback: "Streiche" der GEMA - SciFi-Forum

  9. Vera

    Die GEMA spinnt doch. Irgendwann kommt es soweit, dass man schon bezahlen muss, sobald man nur in der Fußgängerzone ein Liedchen pfeift…

  10. Müller

    Armes Deutschland!
    Arme GEMA.
    Sie macht sich genau so unbeliebt, wie es die GEZ geschafft hat.
    Irgendwann wird der Hahn zugedreht, wenn man´s übertreibt.

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